Franziska in Bolivien
Franziska in Bolivien

Der Alltag kehrt ein...

Hola!
Eine Woche ist schon wieder vorbei und ich erlebe hier so viel! Deswegen kommt auch ein etwas längerer Eintrag. ;-)
Ich fang mal an mit Samstag, denn wir werden jetzt jeden Samstag kochen, damit ein bisschen Abwechslung zur mexikanischen Küche ins Haus kommt. Also haben wir Obstsalat und Nudeln mit Tomatensoße gemacht. Es war so unglaublich gut! J Auch wenn die Schwestern ein bisschen verwirrt waren, warum kein Fleisch beim Essen dabei war. Aber es nicht schlecht einmal die Woche vegetarisch zu essen.
Sonntags sind wir in die Kirche gegangen und es war ein besonderer Tag: die Erstkommunion vieler Jugendlichen und Kinder. Was auffällig war, dass die Kinder alle sehr unterschiedlich alt waren und auch sehr verschieden gekleidet waren: von Jogginghose bis weißes Kleid war alles dabei! Die Kirche war sehr festlich geschmückt und der Gottesdienst wurde auf Aymara und Castellano gehalten. Auch waren zwei Musikbands da: eine moderne und eine indigene. Es ist wirklich schön zu sehen, dass diese zwei Welten so gut vereint werden. Im Allgemeinen war die Messe sehr ergreifend und tief geprägt.
Nachdem wir dieses schöne Fest mitfeiern durften, gingen wir danach auf den Markt. Sonntags ist hier auf dem Dorfplatz ein großer Markt und es wird von Obst und Gemüse über Stoffe und Flöten bis Gartengeräte alles angeboten. Wir haben unsere Einkaufsliste für unsere zwei neuen Kurse in der Schule abgearbeitet und sind mit einigen Tüten nach Hause gekommen.
Nach diesem schönen Wochenende ging es Montagmorgen nun mit dem Ernst unseres Aufenthalts los. Die Arbeit sollte besprochen werden mit der Direktorin Hra Elsa und der Englisch Lehrerin Miriam. Aber zuerst hatten wir den Morgen Apell, zu dem alle Schüler kommen müssen. Auch diesmal war eine Tanzeinlage dabei mit traditionellen Gewändern. Danach gingen wir ins Direktorat und besprachen unseren Stundenplan, die Klasseneinteilung, die Notenvergabe und den Lehrplan (wie sich herausstellte gibt es diesen nicht).
Ab Dienstag sollten wir nun das erste Mal als Lehrer vor einer Klasse stehen. Ich muss zugeben, dass ich ein wenig aufgeregt war vor meiner ersten Stunde. Natürlich habe ich sie ins Detail vorbereitet, aber ich machte mir Gedanken ob ich es sprachlich (immerhin muss ich ständig zwischen drei Sprachen –Deutsch, Spanisch, Englisch- hin und her übersetzten) schaffe. Doch all diese Sorgen waren umsonst, denn meine erste 4.Klasse war super! Ich habe verstanden was sie antworteten und ich konnte meinen Unterricht perfekt durchführen – die Schüler machten prima mit.
Mittwochs haben wir hier unseren freien Tag. Diesen haben wir gleich genutzt für einen Ausflug nach La Paz. Früh morgens sind wir mit einem Micro Richtung Großstadt gestartet. Als wir all diese Häuser sahen hatten Becci und ich das gleiche Gefühl: wir sind zu Hause. Das hat mich ein bisschen verwirrt, denn eigentlich ist Achacachi jetzt unsere neue Heimat, aber das Gefühl kam trotzdem einfach auf. Dort angekommen haben wir die Casa Campesina mit all unseren Freunden besucht. Wie der Zufall es wollte, trafen wir dort Padre Max, der zwei Tage zuvor aus seinem 6 monatigen Sabbataufenthalt in Deutschland zurückkam. Da war die Freude natürlich groß! Wir gingen mit ihm in sein Haus und bekamen dort unsere kleinen Päckchen von unseren Familien überreicht: nun war für uns gefühlt Weihnachten! Ich bekam Schwarzbrot – das war das höchste der Gefühle. Ich vermisse das richtige Brot hier unglaublich sehr, daher war es schön kleine Päckchen von Pumpernickel in der Hand zu halten. Anschließend kauften wir all diese Lebensmittel ein, die wir in Achacachi nicht erhalten. Mit gepackten Tüten trafen wir uns dann mit Franzi (die auch gerade in La Paz war) in unserem Lieblingscafé und quatschen eine Weile. Zum Schluss wollte ich noch zur Post, was sich aber als schwierigere Sache herausstellte. Nun gut, letztendlich ist unser Postfach nun wieder frei und ich habe eine NEUE Adresse. Wer mir nun schreiben möchte an diese Adresse bitte: Hijas de Maria Inmaculada de Guadeloupe, Franziska Beck, Casilla 06956, La Paz, Bolivia. Dann kommt es vielleicht auch an. ;-) Gegen Nachmittag fuhren wir dann wieder nach Achacachi und kamen erschöpft im Kloster an.
Tags drauf hatte ich meine ersten höheren Klassen: die 9. und 11. Ich war mal wieder gespannt, denn teilweise sind die Schüler älter als ich, aber es klappte erstaunlich gut. Natürlich ist das Englisch Niveau nicht mit dem in Deutschland zu vergleichen - in keiner Art und Weise! Aber es war ein guter Unterricht und ich glaube, dass sie gewollt sind mit mir die englische Sprache zu entdecken. Becci hingegen war mit der ganzen Primaria auf dem Marktplatz, da dort das erste Fest des Wassers stattfand. Es waren sehr viele Schulklassen auch von anderen Schulen da und den Kindern wurde erklärt wie man sparsam mit Wasser umgeht, woher es kommt und viel mehr. Ironischerweise fing es dann an zu regnen und das Fest wurde abgebrochen, da alle klatschnass wurden.
Freitags kam dann Padre Max, Mayte, Franzi, Kerstin und Padre Javier zu uns nach Achacachi – ein Zwischenstopp auf der Fahrt nach Titicatchi. Padre Max lernte nun meine Schwestern kennen und erklärte ihnen noch einmal unsere Organisation und alle Hintergründe. Nun haben sie wirklich alles über uns verstanden, sodass die Arbeit richtig losgehen kann. Ich musste zwischendurch leider in die 12.Klasse und Franzi wollte meinen Unterricht mal beobachten. Das war wirklich ganz amüsant. Am Abend ging es für mich dann wieder in den Rosenkranz und vorher kauften wir noch einige Dinge für unser Kochen am Samstag ein.
Samstags vormittags begleiteten wir Hra Angi zur Firmvorbereitung, sodass wir auch in den Teil des Gemeindelebens einen Einblick bekamen. Es war wirklich schön gestaltet, auch wenn die Firmvorbereitung aus einem Samstag vor dem Fest besteht. Ansonsten kochten wir wieder – diesmal bolivianisch. Einen Auflauf aus Gemüse und Quinoa. Dann versuchten wir noch einen Kuchen aus Quinoa zu machen. Theoretisch hätte dieser auch funktioniert, doch der Ofen machte uns einen Strich durch die Rechnung. Es gab nur Unterhitze und dadurch klappte das mit dem Kuchenbacken nicht so recht. Mal sehen ob wir dafür noch eine Lösung finden können. ;-) Am Nachmittag hatten wir einen kleinen Anfall vom Putzwahn und so wuschen wir unsere Wäsche, putzten das Bad und räumten unser Zimmer auf. Am Abend fielen wir dann hundemüde ins Bett.
Sonntags konnten wir ein wenig ausschlafen und dann ging es in die Kirche. Heute war die Firmung von ca. 40 Firmlingen. Die Kirche war dementsprechend geschmückt und ein sehr impulsiver Bischof gestaltete die Messe. Natürlich waren hier auch Paten dabei, doch war die Wahl des Paten anscheinend nicht so wichtig. Denn wenn ein Firmling keinen Firmpaten hatte, wurde dieser spontan aus der Gemeinde ausgesucht. Das hat mich ein wenig überrascht, aber ansonsten war der Ablauf doch sehr ähnlich. Auch hier spielten wieder zwei Bands und auch die Kleidung der Firmlinge kamen aus zwei Welten: modern und traditionell. Nach der Messe kauften wir noch Kleinigkeiten auf dem Markt ein und aßen dann mit den Schwestern zu Mittag: Hühnchen in Cola Soße mit Gemüse und Brot. Hat wirklich gut geschmeckt.
Morgen haben wir einen freien Tag, da die Schüler mit ihren Vätern zur Schule kommen müssen um etwas mit dem Direktorat zu besprechen. Was genau habe ich noch nicht ganz herausgefunden.
Ich habe mich hier schon wirklich gut eingelebt, zwei Monate sind vorbei und der Alltag zieht nun ein. Mit Becci habe ich die perfekte Partnerin gefunden und ich freue mich einfach auf die kommende Zeit und die bevorstehende Arbeit!
Liebe Grüße nach Deutschland.
Franciscita

Colegio José Antonio Plancarte

HOLA!
Eine Woche im Colegio José Antonio Plancarte ist vorüber und ich habe hier schon einige neue Erfahrungen gesammelt.
Aktuell begleiten wir die Profesora Miriam, die hier für den Englisch Unterricht zuständig ist, in die verschiedenen Klassen. Die Schule ist hier in Primaria und Segundaria aufgeteilt. Jedem Teil sind 6 Klassenstufen zugeteilt, die aus jeweils einer Klasse besteht.
Jeden Montagmorgen wird hier ein Art Apell durchgeführt mit einer richtigen Tagesordnung, die beinhaltet: Begrüßung der Direktorin Hra Elsa, Rede eines Lehrers, Gedicht eines Schülers, Landeshymne mit Hissen der Fahne, Auftritt einer Tanzgruppe,… Diesen Montag standen Becci und ich auch in der Tagesordnung. Wir wurden feierlich von der ganzen Schule begrüßt und als Lehrer aus Deutschland vorgestellt. Es ist im Moment noch ein komisches Gefühl als Lehrer angesprochen zu werden, doch daran gewöhnen wir uns bestimmt noch.
Als weiße, ausländische Jugendliche sind wir hier in der Schule jedoch eine große Attraktion. Kaum betreten wir mit einem Fuß das Schulgelände, werden wir in Sekundenschnelle von einer Traube kleiner Mädchen belagert, die uns umarmen und mit uns kuscheln wollen. Wir können uns eigentlich kaum einen Meter fortbewegen ohne jemanden an unseren Armen oder Beinen hängen zu haben. Anfangs waren sie noch etwas zurückhaltend, doch das war innerhalb eines Tages vorüber. Jetzt kommen sie auch mit Heften auf uns zu, damit wir diese mit unseren Namen und Unterschriften versehen können. Ich komme mir vor wie in einer Autogramm-Stunde. ;-)
Die größeren Schüler fragen uns nach Übersetzungen ins Englische, Deutsche oder Französische. Nur leider wurde innerhalb 1,5 Monate mein gesamtes französisches Gedächtnis ausgelöscht oder zumindest auf Eis gelegt: Ich bin wirklich geschockt, wie schnell das Spanisch mein geliebtes Französisch verdrängt hat. Hoffentlich kann ich es nach dem Jahr wieder hervorrufen.
Ansonsten bin ich ein wenig überrascht von den Englisch Kenntnissen der Schüler und! Lehrerin. Denn Profesora Miriam macht bei jeder Klassenstufe denselben Unterrichtsstoff: Farben, Wochentage, Tiere, Obst, Gemüse und Zahlen. Man kann auch das Englisch Niveau der Lehrerin ungefähr mit einem 10.Klass Gymnasiasten vergleichen. Die Schüler sind aber gut vergleichbar mit den Schülern in Deutschland: Sie haben den gleichen Unsinn und Lernwille im Kopf - Da ist kein Unterschied zu finden! Hier wird jedoch das Handy, Essen, Panflöte, Musik,… im Unterricht mehr oder weniger geduldet. Die Schüler laufen während der Stunde im Klassenzimmer rum, unterhalten sich ungeniert mit den Freunden und haben auch kein Problem damit, mitten in der Stunde die Sitzordnung nach eigenem Willen komplett zu verändern.
Nachdem wir nun in jede Klassenstufe hineinschnuppern durften um uns einen Überblick zu verschaffen, werden wir am Wochenende unseren eigenen Stundenplan zusammenstellen. Wir entscheiden dann, bei welchen Klassen wir uns einen Unterricht zutrauen. Becci wird größtenteils in der Primaria unterrichten und ich in der Segundaria.
Ansonsten haben wir uns ein Nachmittagsprogramm überlegt, dass wir hier anbieten wollen: Musikunterricht mit Beccis Flöten, Sportunterricht mit meiner Slackline, Englisch Konversation für die Lernwilligen der oberen Klassen, Kreatives Gestalten für Alle, Gartenprojekt und Basteln je nach Jahreszeit. Ansonsten wollen wir die Schule mit Hilfe der Schüler etwas schöner gestalten und nachhaltige Projekte aufbauen, die die älteren Schüler später auch in der Planung und Durchführung übernehmen können. HIER möchte ich IHRE Spendengelder einsetzen, damit die Schüler langfristig und direkt einen Nutzen davon haben. MUCHAS GRACIAS!
Ich bin im Moment sehr froh, dass ich jetzt in meinem Projekt in Achacachi angekommen bin und in der Umsetzung loslegen kann. Die ersten 1,5 Monate waren prima zum Einleben aber jetzt möchte ich anfangen etwas zu tun. Ich freue mich wirklich auf die Arbeit und habe schon soooooo viele Ideen. Die Schüler sind auch neugierig was wir alles so anbieten und so wird es hoffentlich eine gute Zusammenarbeit werden.
Bei den Schwestern fühle ich mich auch sehr wohl und sie kümmern sich wirklich sehr um uns. Das einzige fragliche für mich ist im Moment das Internet: es schwankt zwischen verschwunden und sehr schlecht. Außerdem weiß ich noch nicht wo ich hier bolivianische Freunde herbekommen soll, denn die Lehrer sind alle in einem höheren Altern. Aber die finden wir auch noch irgendwie. ;-)
Nun schicke ich Euch liebe Grüße nach Deutschland.
Franziska

P.S. Wir haben hier die Schwestern ans Nutella gewöhnt. Das schmeckt super mit mexikanischen Mais-Tortillas! Aber die Bohnen sind nach einer Woche schon anstrengend… Jedoch haben sie die Küche etwas variabler eingestellt – ein Glück! Am Wochenende dürfen wir mal deutsch Kochen: Es gibt Nudeln. (Ist zwar nicht so deutsch, aber wir vermissen sie so sehr!)

Ankunft in Achacachi - Endlich!

Hola meine Lieben!
Nach zwei Wochen melde ich mich wieder, denn nun bin ich endlich in Achacachi angekommen und habe wieder Internetzugriff. Das ist doch schön. :-) Aber alles der Reihe nach!
Zuerst sind wir aus unserer Gastfamilie Zaratti ausgezogen mit unserem ganzen Gepäck, mann das war einiges. Mit dem Taxi sind wir zur Casa Campesina gefahren worden, doch leider hatte unser Taxifahrer eine recht schlechte Orientierung, sodass wir mit all unserem Hab und Gut eine viertel Stunde bergauf laufen mussten. Danach kamen wir oben fix und fertig an - bei der Höhe! Dort warteten schon Juan, Gladys, Lucy und Gabriela auf uns, die uns die zwei Wochen liebevoll umsorgten.
Als nächstes hatte ich am 04.Oktober Namenstag: der hl. Franz von Assisi. Becci erinnerte sich auch daran, sodass ich am Morgen mit einer kleinen Überraschung geweckt wurde. Süß! In der Kirche San Francisco wurde dieser Tag natürlich auch groß gefeiert.
Nicht nur in München gibt es das Oktoberfest, nein auch in Bolivien kann mein auf ein typisch deutsches Oktoberfest gehen. Naja, zumindestens fast. Es gab einiges an Bier und gute Musik. Wir erwarteten eigentlich Blasmusik oder ähnliches, aber wir erhielten Musik von Manu Chao. Auch nicht schlecht, nur nicht so oktoberfestmäßig. Aber wir hatten Spaß und trafen einige andere deutsche Freiwillige.
Als nächstes beschlossen wir, dass wir hier auch mal richtige Touristen sein wollen und fuhren mit einem Sightseeing - Bus quer durch La Paz. Es fehlten nur noch die Sandalen mit Socken (die haben wir natürlich weggelassen!) aber die Kamera war dabei. An sich war die Fahrt doch sehr interessant und informativ, auch wenn man von den Einheimischen sehr schräg angeschaut wurde.
Isabel, unsere Spanischlehrerin, wechselte an einem Tag den Gramatik-Unterricht mit Koch-/Back-Unterricht aus. Das fanden wir nicht schlecht und so machten wir gemeinsam eine Torta de quinua und ein pastell de quinua. Ist leicht zuzubereiten und schmeckt unglaublich lecker!
Auf dem Weg zur Casa Campesina kann es schon mal vorkommen, dass man sich mit dem Micro komplett verfährt und so sind wir mitten in der Ceja ( übersetzt: Augenbraue von La Paz) gelandet. Gut, dann haben eine Runde die Aussicht genossen und haben dann das richtige Micro gesucht.
Natürlich haben wir hier keine Waschmaschine, aber mit der Aussicht über die Stadt macht Handwäsche doch viel Spaß! Da wasche ich doch gerne. :-)
Der Ausblick in der Nacht von unserer Dachterasse ist auch nicht schlecht. Da werde ich mich in Kleinostheim wieder dran gewöhnen müssen "nur" bis zum Nachbarn schaun zu können.
In der Casa Campesina wurde für uns ein letztes gemeinsames Mittagessen zubereitet (plato pazeno), aber dann erfuhren wir, dass wir doch erst zwei Tage später nach Achacachi reisen können, weil unsere Schwestern auf Reisen sind. Auch gut - es lebe die südamerikanische Mentalität!
Dann zeige ich euch einige Impressionen von unserem Markt: Nivea ist wirklich minimal vorhanden. :-P Hier kann man einfach ALLES kaufen, es gibt hier nichts was es nicht gibt. Der Wahnsinn. Bei den bunten Ständen kommen wir noch nicht vorbei ohne einen Blick hinein zu werfen. Vielleicht gibt sich das während dem Jahr - glaub ich aber nicht.
Dann hatten wir ein Kultur - Hoch. Becci und ich sind in zwei Museen gegangen. Einmal in die Kirche von San Francisco mit Führung im Innenhof. Dieser Garten ist wirklich in La Paz, wir sind nicht kurz nach Italien gereist. ;-) Das andere Musem war ein Coca Museum, das war unglaublich interessant!
Der Abschied aus der Casa Campesina ist uns wirklich schwer gefallen, weil alle dort so nett und herzlich zu uns waren. Besonders Carlitos -der Hauspapagei- wird uns mit seinem morgendlichen Geschrei fehlen. Aber bei jedem Besuch in La Paz werden wir Gladys, Lucy und Gabriela besuchen, das steht fest!
Die Fahrt nach Achacachi war wirklich aufregend: Dieser Minibus war voll gepresst mit Menschen und ich konnte mich keinen Millimeter bewegen. Nun gut, daran muss ich mich echt noch gewöhnen! Aber unser Rucksack ist nicht vom Dach gefallen, da waren wir sehr glücklich!
In Achacachi angekommen wurden wir sehr offen von den Schwestern empfangen. Es gibt jetzt zwei Neue im Konvent, dafür ist eine nach Mexiko zurückgereist. Wir haben unser Zimmer dann etwas wohnlich gestaltet und ganz viele Bilder an Schränke und Wände aufgehängt. Jetzt ist es wirklich UNSER Zimmer. Am ersten Tag haben wir eine kleine Entdeckungstour durch den Ort gemacht und eine kleine Kapelle auf einem Hügel gefunden. Dort hat man eine prima Aussicht auf komplett Achacachi und den Titicacasee. Ich bin begeistert!
Jetzt freue ich mich auf die Arbeit, die hoffentlich am Montag beginnt. Das waren so die wichtigsten Neuigkeiten auf die Schnelle.
Liebe Grüße aus Bolivien!

Ein Monat ist verflogen!

So, heute nachmittag ziehe ich nun in die neue Wohnung um.
Gestern abend haben wir für unseren Gastvater Francisco als Dankeschön etwas mehr oder weniger typisch deutsches zum Abendessen gemacht: Deftige Pfannkuchen mit Tomaten, Zuccini und Käse + Süße Pfannkuchen mit Bananen und Mango.
Im Gespräch über typisch deutsches Essen kamen wir auf Sauerkraut. Lucía und Pablo waren überrascht, dass man es in Deutschland meist mit Klößen oder Brot isst. Denn hier ist es üblich Hot Dog mit Sauerkraut zu essen - da waren wir überrascht. ;-) Natürlich haben wir es versucht und es hat ... zwar anders aber gut geschmeckt!
Die Zeit bei unserer Gastfamilie war unglaublich und ich bedanke mich für die liebevolle Aufnahme in seinem Haus. Wir waren seine drei deutschen Adoptivkinder, wie er uns überall vorgestellt hat. ;-) Jetzt freue ich mich auf die neue Zeit in der Casa Campesina und danach in Achacachi.
Liebe Grüße!

P.S. Herzlichen Glückwunsch zum Namenstag, kleine Schwester. <3
P.P.S. Ein Knöchelchen an Pepina. ;-)

Aktuelles

Nach einer halben Ewigkeit ist nun die deutsche Übersetzung des Jahresbriefs der Casa Campesina online!

 

Zudem als ein kleines Extra habe ich auch den Jahresrundbrief von Padre Max veröffentlicht.

 

Viel Spaß beim Lesen!

 

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© Franziska Beck